Schadstoffsanierung im Försterweg

Ein Auszug - Referenzen

Schadstoffsanierung eines Wohnkomplexes im Försterweg in Hamburg

In einer Wohnanlage mit 52 Wohneinheiten aus dem Baujahr 1970 im Försterweg in Hamburg wurde u. a. die vollständige Sanierung und Erneuerung des Dachaufbaus, der abgetreppten Flachdächer, der stehenden Wände (WDVS) und der Dachumrandung geplant. Im Zuge der Vorbereitung der Planung der Flachdachsanierung wurden u. a. Begutachtungen durchgeführt, bei denen durch eine Erkundung auf Schadstoffe der Flachdachabdichtung und des Gebäudes schwach gebundene Asbestprodukte festgestellt wurden. Bei dem Flachdach handelte sich es um ein sogenanntes „Braunsches Dach“, dessen Abdichtungsmasse bis zu 40 Gew.-% Asbestfasern beinhaltet, die bei Dachsanierungsarbeiten freigesetzt werden.
Aufgrund der Baufälligkeit und Undichtigkeit des 40 Jahre alten Daches wurden endgültige Asbestsanierungsarbeiten gemäß TRGS 519 erforderlich. So sollten die Mieter bezüglich der notwendigen Asbestsanierungsarbeiten persönlich sachverständig informiert und aufgeklärt werden. Außerdem sollte der bewegliche Teil der Dachausstiegstreppen in einer Maßnahme geringen Umfangs komplett demontiert werden. Anschließend sollten die am Einbaurahmen befindlichen schwach gebundenen Asbestplatten durch eine räumliche Trennung vom Treppenhaus abgeschottet, das Treppenhaus als Maßnahmen geringer Exposition gemäß TRGS 519 gereinigt und der Sanierungserfolg mittels Raumluftmessung und Staubabtupfproben sachverständig nachgewiesen werden. Sämtliche Maßnahmen waren vorher sachgerecht mit den zuständigen Behörden (z.B. AfA, ABH) abzustimmen, entwurfszuverfassen und anzuzeigen.

Insgesamt wurden so drei Dächer mit zusammen 1.200 m² Fläche vollständig grundsaniert und erneuert. Außerdem wurden Sanierungen von 150 m² WDVS stehenden Wänden im Aufzugsgebäude, von der Dachentlüftung und den Entwässerungsanschlüssen vorgenommen. Zusätzlich wurden eine Dachrandausbildung, eine Schornsteinstilllegungen und eine nachträgliche WDVS-Anbindung der gesamten übrigen Gebäudewände durchgeführt. Durch eine Sondergenehmigung als Maßnahme geringer Exposition konnte das „Braunsche Dache“ trotz hoher Faserbelastung und mit Hilfe eines speziellen, durch die von Lieberman GmbH dafür entwickelten Verfahrens, saniert werden, ohne eine komplettes und kostenintensives Abschotten des Daches während der Sanierungsarbeiten vorzunehmen.

Unsere Leistungen im Überblick:
Sachverständige und ingenieurtechnische Planung, Überwachung, Ausführung und Dokumentation der Sanierungs- und Neubauarbeiten. Dazu gehörten folgende Leistungen:

1.) Dachsanierung und -neubau

2.) Erstellen eines Schadstoffkatasters für das gesamte Gebäude

3.) Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes unter anderem Bauphysik       (Ziegelwand saugte Wasser)

4.) Asbestsanierung Keller

5.) Schimmel- und Feuchteberatung

6.) Beweissicherung von Rissbildungen im Keller und Tiefgarage wegen             Neubau einer Wohnanlage in der unmittelbaren Nachbarschaft

7.) Mediation und Verhandlungen

8.) Beratung der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) und der                  Hausverwaltung
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