Ideenwettbewerb Hallig 2050

Ein Auszug - Referenzen

Ideenwettbewerb Hallig 2050

Infolge des Klimawandels werden die Quantität und Intensität von Sturmfluten in den nächsten Jahrzehnten ansteigen, wodurch die Halligen und ihre Bewohner durch ihre exponierte Lage im Wattenmeer besonders betroffen sind. Das Amt Pellworm suchte im Rahmen eines interdisziplinären Ideenwettbewerbs innovative und nachhaltige Methoden für den Schutz von Warften und Warftenhäuser auf Halligen.
In einer Projektgemeinschaft mit dem Architektenbüro Martin Förster und den Landschaftsarchitekten Arbos aus Hamburg entwickelte die von Lieberman GmbH »Bauen und Umwelt« ein Schutzkonzept für die Halligwarften.
 
Übergeordnetes Ziel der Planungen war die Entwicklung einer allgemeinen, für alle Halligen und Warften anwendbaren Lösung, die den Bewohnern auch bei veränderten klimatischen Randbedingungen und einer damit einhergehenden Häufung und Intensivierung von Sturmfluten Sicherheit bietet (Primärziel). Die Lösungsvorschläge sollten innovativ, nachhaltig, integrativ und wirtschaftlich realisierbar sein. Dabei sollte das Erscheinungsbild der Halligen sowie das Leben auf den Halligen so wenig wie möglich eingeschränkt werden (Sekundärziel).
Im erarbeiteten Konzept wurden traditionelle Küstenschutzstrategien aufgegriffen. Aus den Strategien Verteidigung, Anpassung und Rückzug wurden entsprechende Maßnahmen abgeleitet und in Form von Modulen zusammengefasst. Diese Module wurden entsprechend ihrer Exposition und unter Betrachtung ihres schützenswerten Naturraums geprüft und ortsbezogen zusammengestellt. Ziel war es, mit Hilfe dieser Module eine Wandlung angepasst an die veränderten Umweltbedingungen an den Warften durchzuführen. Erst durch eine Kombination aus Warftanpassung und der Entwicklung einer angepassten wasserspezifischen Architektur wird es möglich, langfristige Horizonte für die Warften zu generieren.
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