Geotechnische Bewertung der Strecke Berlin – Rostock sowie Standsicherheitsnachweis der Dämme

Ein Auszug - Referenzen

Geotechnische Bewertung der Strecke Berlin – Rostock sowie Standsicherheitsnachweis der Dämme; Länge 170 km

An der zweigleisigen Strecke von Berlin nach Rostock mit einer Gesamtlänge von 340 km wurden im Zeitraum von Mai 2003 bis Januar 2004 geotechnische Untersuchungen durchgeführt. Ziel dieser Untersuchungen war es, den vorhandenen Untergrund hinsichtlich seiner Gebrauchsfähigkeit für eine Geschwindigkeits- und Belastungserhöhung zu untersuchen. Des Weiteren sollten die vorhandenen Dämme hinsichtlich ihrer Standsicherheit zunächst augenscheinlich vorerkundet und in einem zweiten Schritt berechnet werden. Hierbei galt es die Einflüsse des Eisenbahnverkehrs mit einzubeziehen. Es ist geplant, die Streckengeschwindigkeit (v) von derzeit 120 km/h auf 160 km/h und die Achslast der Züge von 22,5 t auf 25 t zu erhöhen.

Die geotechnischen Untersuchungen wurden mit folgenden Zielsetzungen durchgeführt:

  • Erkundung und Beurteilung des Gleisoberbaus gemäß dem Regelaufbau der Ril836 der DB AG
  • Erkundung des geologischen Aufbaus und der Lagerungsdichte des Erddammes sowie des Bodens im Bereich der Gründungssohle
  • Maßnahmenempfehlung zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Gleisunterbaus
  • Standsicherheitsberechnung der Dammbereiche
  • Empfehlung zur Sanierung von Torfbereichen

Den Aufschlussarbeiten zur Untersuchung des geologischen Aufbaus und der Standsicherheit des Dammkörpers war Anfang 2003 die Befahrung des Streckenabschnittes mittels Georadar vorausgegangen. Anhand der ausgewerteten Radargramme wurden signifikante Schwachstellen festgestellt und durch direkte Aufschlüsse untersucht. Die geotechnischen Geländeuntersuchungen zur Erkundung des Gleisoberbaus umfassten ca. 1.000 kombinierte Handschürfe und Rammkernsondierungen sowie weitere ca. 150 Rammsondierungen.

Im abschließenden Gutachten wurden zur Erhöhung der Standsicherheit verschiedene Verfahren dargestellt. Je nach vorherrschenden Bodenverhältnissen wurden unter anderem eine Dammverbreiterung, das Einlegen eines Geogitters sowie das Einspannen des Dammes empfohlen.

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